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Eine realsatirische Charakterkomödie
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| Aktueller Spielplan: Theater im Bauturm |
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| Köln war vielleicht mal eine gute Idee, heute ist Köln vor allem Kasse, man muss nur zugreifen (können). Dabei gilt das Grundrezept des Klüngels: legal konstruieren. Weil das nie 100-prozentig hinhaut, wird der illegale Rest (die Leichen im Keller) von Zeit zu Zeit an die Oberfläche gespült. Das heißt Skandal, und der mobilisiert sofort die Selbstreinigungskräfte des Klüngels: ein paar Bestecher und Bestechliche werde geoutet und geopfert und dem Volk zum Fraße vorgeworfen und das Abkassieren geht lecker weiter. Dabei geht es zu wie im Irrenhaus und da spielt auch das Stück. Drei Verdächtige (Unternehmer, Politiker und Verwaltungsboss) in der Gummizelle trainieren ihren Freispruch. Da fliegen die Fetzen, bleibt kein Auge trocken, da wird aufgeräumt, da werden Ross und Reiter genannt, da wird Tacheles geredet, wie man es nur kann, wenn man nichts mehr zu verlieren hat, und die Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist quasi Sachzwang aber Vorsicht: Satire! Autor und Regisseur Heinrich Pachl setzt mit „Köln ist Kasse!“ seine Auseinandersetzung mit hiesigen Skandalen und ihren stadtbekannten Akteuren, wie sie mit dem Stück „ABSAHNIERUNG“ (gemeinsam mit Richard Rogler) begonnen wurde, fort. In Köln, so seine grundlegende Erkenntnis, der selbsternannten nördlichsten Stadt Italiens, verfährt man nicht wie die Mafia, die an das Geld anderer Leute will und dafür Gesetze bricht. Hier will man an das Geld aller Leute, und dafür bricht man auch keine Gesetze, sondern man lässt sie machen in Düsseldorf. Machen Sie sich also auf einen lächerlichen Abend gefasst, der durchaus tragikomische Züge hat, denn der Spaß an den Tricks der Klüngelbrüder ist immer auch Schadenfreude - über sich selbst als Kölner Bürger, der sich solche Machenschaften weiterhin gefallen lässt. |
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